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Biografie

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Nach kritischer Auseinandersetzung mit der damaligen sozialgesellschaftlichen Entwicklung meiner Heimat, entschloss ich mich vor vierzig Jahren meinen festen Arbeitsplatz in Italien bei FIAT aufzugeben und ohne deutsche Sprachkenntnisse eine Zukunft in Deutschland aufzubauen. Nach einer Berufsausbildung als Bankkaufmann wurde ich Investment Banker und konnte als Spezialist des deutschen Aktienmarktes institutionelle Investoren in Europa, sowie Staatsfonds in arabischen Ländern beraten. Meine darauffolgende selbstständige Kapitalmarktberatung musste ich dann aus gesundheitlichen Gründen über Nacht aufgeben.

 

Mein ambivalentes Verhältnis zu meiner Heimat und dem ausgewählten Land, wo ich lebe, prägt täglich meine pragmatische Beziehung zu den Menschen in meiner alten italienischen Welt und in meinem deutschen Zuhause. Mein Lieblingswort ist Dankbarkeit. Zeit ist das kostbarste Gut des Lebens, und Dankbarkeit ist davon das Licht. Wir alle haben zwei Leben, das zweite fängt erst dann ans, wenn wir erkennen, dass wir eigentlich nur eins haben. Erst dann erkennen wir, dass stürmische Zeiten nicht deshalb kommen, um unser Leben zu zerstören: diese Herausforderungen sind eigentlich da, um den Weg unseres Lebens freizumachen, denn die Bestimmung der Menschen ist die Stürme des Lebens zu überwinden.

Was ist ein Künstler? In der Öffentlichkeit erwartet man vielleicht dass ein Künstler ein bisschen verrückt aussieht, sich wie ein zerstreuter Professor anzieht und ein Bohemien-Leben mit eigenem rebellischen Moralverständnis in seiner Welt ohne Regeln lebt. Man glaubt, dass Künstler eine exzentrische, launische, chaotische, verträumte oder teilweise gar arrogante und cholerische Persönlichkeit haben. Beispiele mit diesen Eigenschaften und Starallüren haben wir in der Künstlerwelt ja genügend in Erinnerung.

Muss ich also dieser Vorstellung der Kunstwelt entsprechen, um als intellektueller Künstler in einer Industrie ohne Konvention wahrgenommen zu werden und mich als erfolgreicher Künstler zu etablieren? Muss ich vielleicht einen Künstlernamen oder Pseudonyme zulegen, wie Bansky, Cimabue, Botticelli oder c215, um das Klischee eines fantasievollen Malers zu entsprechen? Brauche ich die Öffentlichkeit, um Künstler zu sein?

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